Leistungen

Verfugung nach DIN 18540

Die Norm regelt die Konstruktion der Fuge, die Mindestanforderung an Dichtstoffmaterial, Hilfsmittel und Verarbeitung. Da es sich um eine Anforderungsnorm handelt, gibt es keinerlei Handlungsspielraum.

 

Reinigen der Fugenflanken von Staub und sonstigen losen Bestandteilen. Hinterfüllen der Fugen mit einem geschlossenzelligen Profil. Lückenloses Grundieren der Fugenflanken, Einbringen, Verdichten und Abglätten eines ein- oder zweikomponentigen, elastischen Dichtstoffes. 

 

Sanitärverfugungen

Die Sanitärverfugung deckt im privaten und öffentlichen Bau die Bereiche ab, die der Hygiene und der Gesundheit des Menschen dienen. Sanitäranlagen, umgangssprachlich Badezimmer genannt, beinhaltet größtenteils Anschlussfugen im Boden- Wand und Deckenbereich, sowie Badewanne, Dusche, Toilette, Waschbecken, Tür, Fenster und Armaturen.

 

Wichtig in diesen Bereichen:

Achten Sie darauf, dass ein fungizidversetzter Dichtstoff verwendet wird!

 

Ein Fungizid ist ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze und Sporen abtötet oder ihr Wachstum für die Zeit seiner Wirksamkeit verhindert.

Anschlussfugen Metall, Holz, Fliese usw.

Anschlussfugen entstehen zwangsläufig, wenn zwei unterschiedliche Bauteile aneinandertreffen und der gebildete Spalt geschlossen werden soll. Die bekanntesten Anschlussfugen findet man im Sanitärbereich (Silikonfugen). Desweiteren entstehen Anschlussfugen im Bereich von Türen, Fenstern, Fassaden uvm.

In den meisten Anschlussfugen kommen nur geringe Relativbewegungen vor, so dass auch Dichtstoffe mit geringerer Elastizität verwendet werden können, jedoch müssen hier einige Kriterien beachtet werden.

Brandschutzfugen

Für Brandschutzfugen gelten die Regeln der DIN 18545 zuzüglich bestimmter Anforderungen, z.B. müssen Dichtstoffe mindestens der Baustoffklasse B1 nach DIN 4102 entsprechen.

Die Baustoffklasse B1 ist nachweispflichtig mit einem Prüfzeugnis und der Überwachung durch ein anerkanntes Prüfinstitut. Sie muss vom Institut der Baustofftechnik abgesichert sein. Mit der Vorschrift, für die Brandschutzverfugung einen Dichtstoff der Baustoffklasse B1 zu verwenden (schwer entflammbar), ist nur ein Teil der geltenden Auflage erfüllt. Unberührt bleibt davon die Notwendigkeit, die Gesamtkonstruktion vom Institut für Fassaden- und Befestigungstechnik zuzulassen. Die Vorlage des Prüfzeugnisses für den Dichtstoff, des Überwachungsvertrages und des Zulassungsbescheides einer Konstruktion nach DIN 4102.

 

Rauchschutzverfugung

(RS) Rauchschutztüren sind in der DIN 18095 - 1 festgelegt. Diese sind dazu bestimmt, im geschlossenem Zustand den Durchtritt von Rauch zu verhindern, damit der angrenzende Raum im Brandfall für ein Zeitfenster von ca. 10 Minuten zur Rettung von Menschen ohne Atemschutz genutzt werden kann.

Rauchschutztüren nach DIN 18095 sind KEINE FEUERABSCHLÜSSE (Feuerschutztüren) nach DIN 4102-2.

Rauchschutztüren müssen dort eingebaut werden, wo sie nach MBO Vorschriften gefordert werden.

 

Bodenfugen nach IVD

Bodenfugen sind, nach IVD-Merkblatt Nr. 1 im Innen- und Außenbereich in Beton und Estrich, die ruhenden Lasten oder rollendem Verkehr ausgesetzt sind. In Lagerhallen, Fertighallen, Hofflächen, Parkdecks, Tiefgaragen, auf vielen gängigen Natursteinen oder gefliesten Böden in Eingangshallen, Treppenhäusern, Einkaufspassagen, öffentlichen Gebäuden, etc.

Die Fugenkonstruktion ist objektbezogen auf die Beanspruchungen des Einzelfalles abzustimmen.

Fugenabdichtbänder

Fassadenteile benötigen eine langlebige elastische Abdichtung. Außen muss die Abdichtung wasserdampfdiffusionsoffen, jedoch wasser-, staub- und luftdicht sein. Hierfür bieten wir Ihnen Foliensysteme auf Polyurethan-Basis an.

Zur Sanierung alter unterdimensionierter Fugen im Hochbau, greifen wir auf hochwertige, elastische Silikonbänder zurück.

Verschiedene Farben auf Anfrage, Abmessungen von 30 x 1,5 mm bis hin zu 200 x 1,5 mm stehen Ihnen zur Auswahl.

Wartungsfugen

Die Wartungsfuge ist eine Fuge, die durch starke chemische, biologische und mechanische Einflüsse belastet wird. Deshalb gilt es, die Wartungsfuge regelmäßig einer Sichtprüfung bzw. einer Dichtigkeitsprüfung zu unterziehen und sie gegebenenfalls zu erneuern, um Folgeschäden zu vermeiden. Auch Dichtstoffe haben in ihrer Belastbarkeit Grenzen, die bei normaler Nutzung nicht erreicht oder gar überschritten werden. Die Wartungsfuge unterliegt nicht der Gewährleistung üblicher Verfugungsarbeiten. Deshalb sollte die Wartungsfuge vor der Ausführung festgelegt und benannt werden.

Reinraumfugen

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen so gering wie nötig gehalten wird.

Reinräume werden für spezielle Fertigungsverfahren benötigt.

Der hierfür verwendete Dichtstoff und die speziellen Hilfsmittel unterliegen strengen Vorschriften.

Chemikalienbeständige Verfugungen

Chemiekalienbeständige Fugen finden wir in Brauereien, Molkereien, Käsereien, Großküchen, Schlachthäusern, Galvanikanstalten, Färbereien, Bleichereien, Gerbereien, Laboratorien, Schwimm-, Thermalbädern und Krankenhäusern, in Schulen, Toiletten, Kläranlagen, Abwasserkanälen, Viehstallungen uvm.

Solche Dichtstoffe sind unter anderem frost- und witterungsbeständig, chemikalienbeständig, wasserdampfundurchlässig und wasserdampfbremsend, widerstandsfähig gegen rollende und schleifende Beanspruchung. Durch ihre glatte und dichte Oberfläche sind sie leicht zu reinigen.

Marmor- und Natursteinverfugung

Manche Arten von Silikone sind für Naturstein grundsätzlich nicht geeignet. Acetatvernetzende Silikone sind für carbonhaltige Natursteine wie z.B. Marmor nicht geeignet, da sie beim Aushärten Essig freisetzen, welcher die Oberfläche angreift und eine Vernetzung mit derselben unterbindet. Fenstersilikone enthalten zur Erhöhung der Elastizität bei hohen Temperaturdifferenzen fetthaltige Dichtstoffe, welche in den Naturstein einwandern können.

 

Bei Marmor- und Natursteinverfugungen muss ein speziell dafür vorgesehenes Dichtmaterial und Glättmittel verwendet werden.

Fugensanierung

Die vorhandenen schadhaften Dichtstoffe und Hinterfüllmaterialien werden vollständig entfernt. Die Fugenflanken werden mechanisch und chemisch gesäubert. Wenn notwendig werden die Fugenränder abgeklebt, um Verschmutzungen zu vermeiden. Wir hinterfüllen für Sie die Fugen mit einem geschlossen- oder offenzelligen Schaumstoffprofil, grundieren die Fugenflanken lückenlos, je nach Fugenanforderungen nach DIN oder ohne DIN.

Der elastische ein- oder zweikomponentige Dichtstoff wird eingespritzt, verdichtet und mit den nötigen Hilfsmitteln abgeglättet.